Women in Punk – from 77 to Riot Grrl

22.5. 20:00 Linkes Zentrum Hinterhof, Corneliusstraße 108, Düsseldorf.

Wir wollen zwei Dokumentationen zeigen, welche Frauen und feministische Ideen in der Punksubkultur dokumentieren. Zunächst geht es mit Zillah Minx von der Anarcho/gothpunkband Rubella Ballet und ihrem Film “She’s a Punk Rocker UK” in die 70er. Dabei gibt es neben historischen Aufnahmen zeitgenössische Interviews mit den Protagnostinnen aus Bands wie z.B. Crass, X-Ray Spex, Youth in Asia oder The Adverts.

Danach machen wir mit “Don’t need you – The herstory of Riot Grrl” einen Sprung in die 90er und in die USA. Hier traf eine von Männern dominierte Hardcoreszene auf feministische Kritikerinnen, welche begannen ihre eigene Szene jenseits der etablierten sexistischen Strukturen aufzubauen. Der Schockeffekt von Punk und Hardcore ist in den 90ern längst vorbei, doch der subversive Gehalt wurde durch eine Verschmelzung mit Third-wave feminism nochmals aktualisiert. Zu Wort kommen u.a. Bikini Kill, Bratmobile und Heavens to Betsy.

Im Anschluss möchten wir gerne mit euch diskutieren ob “Punk tot ist” (Crass, 1978) oder es doch noch Hoffnung in eine subversive Jugendbewegung geben kann? Wieso hat sich dann auch nach Riot Grrl kaum etwas an der Genderkonstellation auf Punkkonzerten geändert? Oder hat Feminismus inzwischen einfach nur andere Ausdrucksformen und Orte gefunden? Welche Rolle spielt Subkultur überhaupt in einer radikalen Linken, welche sich die Befreiung aller Menschen auf die Fahnen geschrieben hat und nicht nur die jener Menschen, welche die richtigen Songs mitsingen können? Wenn das alles nicht wichtig ist, warum ist Punk oder Hardcore dann so ein wichtiger Teil in der Biographie vieler Linker?

Die Filme sind beide auf Englisch, wir werden uns um Untertitel bemühen, können aber nichts versprechen.

Eine Veranstaltung von Brigada Hora Azul und BecomingQueer

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