Solidarität mit den radikalen ArbeiterInnen und Studierenden in Sussex!

Proteste in ChileIn den letzten Jahren wehte den neoliberalen BildungsreformerInnen ein rauer Wind entgegen. In Chile strömten tausende Studierende auf die Straßen und suchten die Auseinandersetzung mit der Polizei und den Institutionen der organisierten Verdummung. Obwohl parteikommunistische BürokratInnen Teile der Kämpfe rekuperierten, waren unzählige junge AnarchistInnen und LinkskommunistInnen nicht bereit, sich mit Scheinlösungen abzufinden. Wenn die Kämpfe in ihrem vordergründigen Ziel auch scheiterten, konnte wer darauf achtete, an ihnen die Beobachtung eines ernstzunehmenden revolutionären Aufbegehrens machen.

Tory Turm wurde dekoriert...Gleichzeitig brachen die Studierendenproteste in England los. Die neugewählte liberal-konservative Koalition entschied sich, in einer Neuregelung der Studiengebührenordnung die Gebühren faktisch zu verdreifachen. Gewerkschaften, CargokommunistInnen und revolutionäre Studierende stießen Proteste an, aus denen heraus nicht nur die Bildungsreformen, sondern auch Staat und Kapital ins Visier genommen wurden. Heute ist die Erinnerung an die Besetzung der konservativen Parteizentrale genauso präsent, wie die schon wieder aufs Neue gemachte Erfahrung, was von Gewerkschaften und Parteien zu halten ist. Das sozialdemokratische Pack entblödete sich in gewohnter Manier nicht, sich von der Zerstörung von Eigentum und anderen vermeintlich gewalttätigen Unternehmungen zu distanzieren. Ebenso erfüllte die Polizei ihre angedachte Rolle über Gebühr und antwortete auf die neuen radikalen Erhebungen mit brutaler Repression und beförderte AktivistInnen ins Krankenhaus und ins Gefängnis.

Gut aussehende Genoss*innen in SussexZurück ins Jetzt: Die britische Universitäten sind in die Leblosigkeit zurückgefallen. Aber nachdem die Uni Sussex im Zuge von Privatisierungsmaßnahmen 235 Angestellte entließ, entschieden sich Studierende und Arbeiterinnen der Totenstille ein Ende zu machen. Im Anschluss an eine Demo gegen die Privatisierung wurde der Konferenzsaal der Uni besetzt und mittels selbst-organisierten Programms erstmals einem sinnvollen Zweck zugeführt. Leitsprüche wie „Die Universität ist eine Fabrik – schließt sie“ zeigen, dass die AktivistInnen das Angriffsziel richtig in der kapitalistischen Universität selbst erkannt haben. So offensichtlich das Ende der bürgerliche Universität überfällig ist, so wenig lässt sich aus einem idealisierenden Rückgriff auf eine vermeintlich bessere Vergangenheit oder einem durch das Spektakel verstellten Vorgriff in die Zukunft eine bessere Alternative aus dem Nichts entwerfen. Umso erfreulicher sind die neue Respektlosigkeit und der Wille zum Experiment. Bullen und Universitätsleitung waren so natürlich hektisch bemüht dem Ganzen ein Ende zu machen und zwangen die BesetzerInnen schließlich das Gebäude zu verlassen.Nuanced critique of Sussex management

Lasst das nicht schon das Ende dieses Aufstandes sein!

Unterstützt die radikalen ArbeiterInnen und Studierenden von Sussex!

Weitere Infos (in englischer Sprache) findet ihr auf den Seiten von Sussex Against Privatization, libcom und der Solidarity Federation

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