3.12. Vortrag an der Heinrich-Heine Uni zu Burschenschaften

Am 3.12. findet um 19:00 an der Heinrich-Heine-Universität Raum 23.21.U1.42, ein Vortrag von Jörg Kronauer zum Verbindungsunwesen statt. Nähere Details könnt ihr der Seite des AStA entnehmen:

In den 1970ern schien ihr Ende nahe. Studentenverbindungen – elitäre Traditionsvereine konservativer bis extrem rechter Prägung – gerieten durch den Modernisierungsschub an den Hochschulen gewaltig unter Druck. Ihr altertümliches Gehabe, das sich in seltsamen Trink- und Feierriten, angeblich altdeutscher Kleidung und konservativen Handlungsweisen zeigt, schien den gesellschaftlichen Verhältnissen nicht mehr angemessen. Spätestens in den 1990ern hat sich diese Tendenz grundlegend verändert. Der strukturelle Konservatismus der Studentenverbindungen lässt sie angesichts des ungebrochenen Vormarsches reaktionärer Positionen in der deutschen Gesellschaft wieder zunehmend als attraktive Vereinigungen erscheinen. Elitendenken, Männerbündeleien, Unterordnungsbereitschaft, Militarismus, Akzeptanz von Hierarchien und Geschlechterstereotypen – das sind Verhaltensweisen, die in Studentenverbindungen erlernt und danach oft in gehobener Position praktiziert werden. Besonders bei Burschenschaften verbindet sich dieser Habitus mit engen Kontakten zur extremen Rechten.

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