Adieu!

beim nächsten mal wird alles besserWir möchten euch hiermit mitteilen, dass BHoA nach ziemlich genau fünf Jahren Bestehenszeit auf absehbare Zeit in den Winterschlaf geht. Wir waren damals clever genug, ein ziemlich pessimistisches Selbstverständnis zu schreiben und können so heute stolz verkünden, auf mehr oder weniger die Art und Weise gescheitert zu sein, die wir erwartet hatten. So etwas beflügelt natürlich und so werden wir alle in anderer Form politisch weiterscheitern. Bitte erwartet aber ab jetzt keine Antworten mehr auf an BHoA gerichtete Mails, Messages und Anfragen.

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Gemeinsam gegen Rassismus und rechte Gewalt – Samstag nach Wuppertal

Antifa-Demo-13Juni2015Diesen Samstag, den 13.6. 13:00 findet in Wuppertal-Elberfeld eine Demonstration anlässlich des Messerangriffs im AZ Wuppertal statt. Den Aufruf könnt ihr hier nachlesen.

Treffpunkt für die gemeinsame Anreise aus Düsseldorf ist der 12:00 UFA Palast am HBF.

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Ten Years later… Düsseldorf fährt nach Dortmund

10 years laterAm 28. März 2015 ist der zehnte Jahrestag der Ermordung des Punkers Thomas “Schmuddel” Schulz. Ein letztes Mal will die Antifaschistische Union Dortmund diese Tatsache mit einer Demonstration in die Öffentlichkeit tragen. Am selben Tag möchte “Die Rechte Dortmund” jedoch auch ein europaweit beworbenes Nazi-Konzert und einen Aufmarsch durchführen. Gegen diese Provokation plant das breite antifaschistische Bündnis “Blockado – Gemeinsam gegen Nazis” Gegenaktivitäten.

Aus Düsseldorf und anderen Städten wird es am 28.03.2015 es eine organisierte Anreise geben, um die Demonstration “ten years later“, aber auch die Proteste gegen die Nazi-Aktivitäten zu unterstützen.

Treffpunkt in Düsseldorf: 09:15 Uhr vor dem UFA Kino am HBF

Bildet Bezugsgruppen und fahrt mit: Auch nach 10 Jahren kein Frieden mit den Dortmunder Zuständen!

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Düsseldorf stellt sich quer: Den Rassisten von Pegida in den Weg stellen!

event_banner-300x165 UPDATE: Pegida / Dügida will sich nun mehr am Hauptbahnhof treffen und wollen dort demonstrieren!
Wir nehmen uns Köln und Bonn als Vorbild, wo mehrere tausend Menschen die rassistischen Aufmärsche verhindert haben, in dem sie sich diesen in den Weg gestellt haben!

Düsseldorf stellt sich quer – Kein Fußbreit dem Rassismus!

Für den 12. Januar 2015 ist die zweite Kundgebung der „DÜGIDA – Düsseldorf gegen die Islamisierung des Abendlandes“ am Platz des Landtages am HBF mit anschließendem „Spaziergang“ angekündigt worden. Bei DÜGIDA handelt es sich um den Düsseldorfer Ableger der rassistischen PEGIDA-Bewegung, die derzeit vor allem in Dresden mit ihren Demonstrationen von sich reden macht.

Wir, ein breites Bündnis aus Flüchtingsinitiativen, antifaschistischen Gruppen und linken Organisationen, werden nicht dulden, dass Rassist_innen hier in Düsseldorf flüchtlings- und muslimfeindliche Hetze verbreiten. Wir rufen dazu auf, sich den DÜGIDA entgegen zu stellen und ihr Treiben mit Mitteln des zivilen Ungehorsams zu verhindern!

Wer diesen Aufruf mit unterzeichnen möchte, kann der ALD eine Email schreiben.

Wer oder was sind „PEGIDA“ und „DÜGIDA“?

Bereits seit Oktober 2014 versammeln sich Menschen in Dresden unter dem Banner „PEGIDA – Patriotische Bürger gegen die Islamisierung des Abendlandes“, um gegen eine vermeintliche Bedrohung durch „Überfremdung“, „Islamisierung“ und Zuwanderung zu demonstrieren. Das Bündnis PEGIDA veranstaltet wöchentliche „Spaziergänge“, denen sich mittlerweile 17000 Bürger angeschlossen haben und bei denen nationalistische Töne und rassistische Parolen zur Tagesordnung gehören. Mit ihren Protestmärschen reagieren PEGIDA vermeintlich auf die im Bundestag geführte Debatte über die Ausweitung der Aufnahme von syrischen und irakischen Geflüchteten und die rechtliche Stellung von Asylsuchenden in Deutschland. Mit diesem Ansatz versuchen PEGIDA Anhänger_innen des rechtskonservativen Spektrums zu mobilisieren, die sich vor einer vermeintlichen „Überfremdung“ fürchten. In vielen Äußerungen der Bewegung kommt darüber hinaus eine durchweg rassistische Grundhaltung zum Ausdruck, die sich gegen Flüchtlinge und Muslime richtet. Das Auftreten von PEGIDA erinnert an die rassistischen Proteste gegen Geflüchtete, die sich in den 1990er Jahren ereigneten. Die pogromartige Stimmung, die damals von verschiedenen Medien und auch den politischen Parteien der bürgerlichen Mitte weiter angefacht wurde, endete in den brutalen Angriffen auf Migrant_innen in Rostock, Solingen und Mölln. Auch damals applaudierten vermeintlich „ganz normale Bürger_innen“ Akteur_innen der extremen Rechten und solidarisierten sich mit der Parole „Das Boot ist voll!“

Bei Dügida schwimmen auch extreme Rechte mit

Heute, knapp 23 Jahre später, sieht es so aus, als würde sich die Geschichte wiederholen, wenn wir dem nichts entgegensetzen. Die rassistischen, insbesondere anti-muslimischen und nationalistischen Leitsätze, auf die PEGIDA fußt, sind nicht nur attraktiv für den rechten Rand bis in die bürgerliche Mitte, sondern bieten auch, wie die jüngsten Entwicklungen zeigen, Anschlussfähigkeit für Neonazis, rechte Hooligans und weitere Akteur_innen aus dem (extrem-)rechten Spektrum. Das Phänomen PEGIDA bleibt nicht auf Dresden beschränkt. Auch in anderen Städten wurden die „Spaziergänge“ imitiert – allerdings mit weit geringerem Erfolg. Zur ersten „DÜGIDA“-Veranstaltung am 8. Dezember 2014 kamen weit weniger Teilnehmer_innen als erwartet: Statt der angekündigten 1000 standen lediglich 400 Kundgebungsbesucher_innen 1000 Gegendemonstrant_innen gegenüber.

Die Liste der Teilnehmer_innen, die sich bereits für die letzte Veranstaltung am 8. Dezember angekündigt hatten, zeigt deutlich, mit wem wir es hier zu tun haben: Neben der Pro NRW/Köln, der Alternative für Deutschland und der Partei „Die Republikaner“ warben auch „Die Identitäre Bewegung“, die Burschenschaft „Rhenania“ und eine Gruppierung namens „Die Reichsbürger“ gemeinsam mit organisierten Neonazis aus der Dortmunder Partei „Die Rechte“, der Gruppierung „HOGESA“ („Hooligans gegen Salafisten“) und der NPD für die Veranstaltung. Sie werden dies mit hoher Wahrscheinlichkeit auch für den kommenden Montag tun, um hier in Düsseldorf gemeinsam ihre rassistische Hetze zu verbreiten.

Dies gilt es zu verhindern! Die Geschichte darf sich nicht wiederholen! Lasst uns ihnen auch diesmal lautstark entgegentreten und ihnen zeigen, dass für rassistische Hetze kein Platz ist, weder hier noch sonstwo! Bei uns sind Geflüchtete und Migrant_innen willkommen!

Wir rufen all jene, die ein Zeichen gegen Rassismus setzen wollen, dazu auf, am 12. Januar um 17.30 Uhr zu den verschiedenen Kundgebungen gegen DÜGIDA rund um den Hauptbahnhof zu kommen! Achtet auf weitere Ankündigungen!

In Köln ist es am vergangenen Montag mit vielfältigen Protestaktionen gelungen so viele Menschen auf die Straße zu bringen, dass der KÖGIDA-Demonstration der Weg versperrt war und einige der Teilnehmer_innen erst gar nicht zum Auftaktkundgebungsplatz kamen. Aufgrund der vielen Gegendemonstrant_innen, die sich die Straßen Kölns angeeignet hatten, musste die Kölner Polizei die KÖGIDA-Veranstaltung schließlich absagen. Lasst uns diesen Beispielen folgen! Verhindern wir gemeinsam die rassistische Hetze von DÜGIDA, die jetzt jede Woche kommen wollen, am 12. Januar und in Zukunft!

No border, no nation – refugees welcome!

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BoGIDA: was fällt, das soll man auch noch stoßen!

Die Ottos von *GIDA veruschen ihr Glück am 14.12. in Bonn. Damit die Rassist*innen auch in Bonn im Regen stehen, treffen wir uns zur Antifa Kaffeefahrt um 16:45 vor dem UFA Kino am HBF.
Wir freuen uns jetzt schon auf spannende Einblicke in die Kritische Theorie von Alexander Heumann und Ausflüge in die Etymologie mit Melanie Dittmer.

Aufruf diverser Bonner Gruppen: http://welcome.blogsport.de/2014/12/07/ahu-ahu-das-abendland-kippt-sich-zu/

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GEGEN RECHTSPOPULISMUS, NEONAZISMUS UND RASSISTISCHE HETZE!

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Am 8. Dezember ist eine Kundgebung der „DÜGIDA – Düsseldorf gegen die Islamisierung des Abendlandes“ am Platz des Landtages mit anschließendem „Spaziergang“ angekündigt worden. Bereits 1000 Personen haben in sozialen Netzwerken ihre Teilnahme bekannt gegeben und auch die Polizei rechnet laut Aussagen der Veranstalter_innen mit dieser Teilnehmerzahl. Hauptakteur_innen bei der Organisation dieser Veranstaltung sind Alexander und Angela Heumann aus Düsseldorf. Der Düsseldorfer Rechtsanwalt Alexander Heumann war im Mai 2014 Kommunalwahlkandidat der Alternative für Deutschland, gehört dem Vorstand der rassistischen Bürgerbewegung Pax Europa an und betätigte sich zuletzt als Redner auf der Kundgebung der “Hooligans gegen Salafisten” (HOGESA) in Hannover. Auch Angela Heumann trat als AfD-Kommunalwahlkandidatin in Erscheinung. Beide gehören dem Rechtsaußenflügel der AfD an. Auch ist zu erwarten, dass sich aus dem Spektrum der HoGeSa-Demonstrationen in Köln und Hannover (extreme) Rechte, die durch ihre Gewaltbereitschaft und Aggressivität gegenüber Migrant_innen und Gegendemonstrant_innen auffielen, anschließen werden. Bereits hier vereinten sich rechte Hooligans und Neonazis unter dem gemeinsamen Nenner Nationalismus.

Bereits seit 7 Wochen versammeln sich Menschen in Dresden unter dem Banner „PEGIDA – Patriotische Bürger gegen die Islamisierung des Abendlandes“, um gegen die vermeintliche Bedrohung durch „Überfremdung“, „Islamisierung“ und Zuwanderung zu demonstrieren. Das Bündnis PEGIDA veranstaltet wöchentliche „Spaziergänge“, denen sich mittlerweile 7500 Bürger angeschlossen haben und bei denen Deutschlandflaggen und rassistische Parolen zur Tagesordnung gehören. Auslöser für ihre Protestmärsche ist die im Bundestag aktuell geführte Debatte über die Ausweitung der Aufnahme von syrischen und irakischen Geflüchteten und die Rechtsstellung von Asylsuchenden in Deutschland. Damit stehen sie in Tradition zu den Protesten gegen Geflüchtete, die sich bereits in den 90igern ereigneten. Die pogromartige Stimmung, die damals von den Medien und verschiedenen politischen Parteien weiter angefacht wurde, endete in den brutalen Angriffen auf Migrant_innen in Rostock, Solingen und Mölln. Auch damals wurden die Ausschreitungen nicht nur von Mitgliedern der extremen Rechten, sondern vor allen Dingen von der bürgerlichen Mitte mitgetragen.

Heute, im Jahr 2014, sieht es so aus, als würde sich das Ganze wiederholen, wenn wir dem nichts entgegensetzen. Die rassistischen, insbesondere anti-muslimischen und nationalistischen Leitsätze, auf die PEGIDA fußt, sind nicht nur attraktiv für den rechten Rand bis in die bürgerliche Mitte, sondern bieten auch Anschlussfähigkeit für Neonazis, rechte Hooligans und weitere Personen aus dem (extrem-)rechten Spektrum. Das Phänomen PEGIDA bleibt nicht auf Dresden beschränkt. Auch in weiteren Städten wurden die „Spaziergänge“ imitiert und dies soll nun auch in
Düsseldorf geschehen.

Während nach außen weiterhin versucht wird, den Anschein einer friedlichen Bürgerbewegung, die sich vom (extrem-)rechten Spektrum distanziert, aufrecht zu erhalten, spricht die Liste der Teilnehmer_innen und Akteur_innen der Veranstaltung am 8.12. Bände. Bereits jetzt haben sich unter anderem NPD, Pro NRW/Köln, „Die Rechte“, „HOGESA“, „Die Republikaner“, „Die Identitäre Bewegung“, die Burschenschaft „Rhenania“ und „Die Reichsbürger“, um nur einige zu nennen, angekündigt und mobilisieren im großen Stil, um am kommenden Montag gemeinsam rassistische Hetze zu betreiben. Darunter befinden sich auch viele bekannte Neonazis. Es ist nicht mehr zu vertuschen. Bei dieser Demonstration handelt es sich um ein Zusammenrotten von Rechtspopulist_innen und Neonazis, die sich zu einem Mob zusammenschließen, um ihre rechten Ideen und ihr menschenverachtendes Menschenbild zu proklamieren. Im Nationalismus und Rassismus sind sie vereint und stellen eine Bedrohung für eine friedliche, gleichberechtigte und offene Gesellschaft dar.

Dies gilt es zu verhindern! Die Geschichte darf sich nicht wiederholen! Lasst uns ihnen am Montag lautstark entgegentreten und ihnen zeigen, dass für rassistische Hetze kein Platz ist, weder hier noch sonstwo! Bei uns sind Geflüchtete und Migrant_innen willkommen!

Wir rufen alle Menschen, die etwas gegen rassistische Hetze haben, dazu auf, sich am 8. Dezember um 17.30 Uhr zum Protest gegen die DÜGIDA-Aktion am Johannes-Rau-Platz an der Rheinkniebrücke zu versammeln! So etwas wie in Dresden wird es in Düsseldorf nicht geben, wenn die da sind, sind wir es auch!

No border, no nation – refugees welcome!

Aufrufende:

Antifaschistische Linke Düsseldorf
Brigada Hora Azul
Die Linke Düsseldorf
Dissidenti Ultras
DKP Düsseldorf
F95 Antirazzista
fifty fifty
Gruppe F
Hochschulpolitikreferat HHU AStA
I Furiosi
ISL Düsseldorf
Kopfball Düsseldorf
Linksjugend ‘Solid Düsseldorf
SDAJ Düsseldorf
SJD – Die Falken Düsseldorf
Die Linke.SDS Düsseldorf
See Red!
Stay!
vision:teilen eine franziskanische initialive
VVN BDA Düsseldorf
ZAKK

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AfD lädt Neonazis nach Düsseldorf

Für den 8.12. hat der, von dem AfD Rechtsaußen Heumann ins Leben gerufene, Düsseldorfer Ableger der rassistischen “Bürgerbewegung” PEGIDA (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) eine Demonstration angekündigt. Betrachtet man die entsprechenden Internetaktivitäten ist bereits jetzt klar, dass ein großer Teil der Teilnehmer*innen aus militanten Neonazis und rechten Hooligans bestehen wird. Das ist angesichts der inhaltlichen Ausrichtung der Kundgebung auch nicht verwunderlich. Wir werden diesem Treiben natürlich nicht tatenlos zu sehen – achtet auf Ankündigungen!

UPDATE: Wir mobilisieren für 17:30 auf den Johannes-Rau-Platz (Facebook)

Antifaschist*innen aus Düsseldorf

Hintergründe:
http://nrwrex.wordpress.com/2014/11/24/d-pegida-demo-am-8-dezember-in-dusseldorf-angekundigt/

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(Extrem) rechten Schreibtischtäter_innen entgegentreten – den „Zwischentag“ unmöglich machen!

plakat_a2Die so genannte “Neue” oder auch “intellektuelle” Rechte will am 6. September 2014 in Düsseldorf eine von ihnen so bezeichnete “Freie Messe”, ein Vernetzungstreffen mit dem Namen “Zwischentag” abhalten.
Lasst uns gemeinsam dagegen Krach schlagen!

Bereits zwei Mal führte die intellektuelle (extreme) Rechte in den vergangenen Jahren ein von ihr als „Freie Messe“ bezeichnetes Vernetzungstreffen durch. Unter dem Ver­anstaltungs­titel „Zwischentag“ ist dieses auch als Buchmesse verkaufte Großevent der sogenannten Neuen Rechten dabei in erster Linie ein Treffen für „Gleichgesinnte“. Akteure, wie z.B. Verlage, Zeitungen, Online-Foren, (extrem) rechte Think Tanks oder burschenschaft­liche Verbindungen, nutzen die eintägige Veranstaltung als PR-Veranstaltung für die ‚interessierte‘ Öffentlichkeit, mehr noch aber als interne Vernetzungsplattform. Hier wollen sie sich mit Sympathisantinnen und Sympathisanten austauschen, für ihre Positionen werben, sich ihrer Gemeinsamkeiten vergewissern und gemeinsame Strategien entwickeln. Mehrere hundert Teilnehmer_innen besuchten den letzten „Zwischentag“ in Berlin, seinen Ausstellungsbereich sowie das „Begleitprogramm“ mit Vorträgen, Lesungen und Podiums­diskussionen. Verantwortliche Initiatoren des „Zwischentages“ sind vor allem Götz Kubitschek – Redakteur der rechten Zeitschrift „Sezession“, Verleger und Mitbegründer des „Instituts für Staatspolitik“, der „Denkfabrik“ der Neuen Rechten –, und zuletzt auch Felix Menzel, Herausgeber der rechten Internet-Zeitung „Blaue Narzisse“. Beide gelten in der Neuen Rechten als DIE herausragenden Organisatoren und Multiplikatoren eines neuen Rechtsintellektualismus, eine Zuschreibung, die sie sich auch selbst geben.

Für den 6.9.2014 planen die Macher des „Zwischentages“ nun, ihre „Freie Messe“ in Düsseldorf stattfinden zu lassen. Sie werben für diesen Samstag im September mit mehreren Dutzend Ausstellern, darunter die wichtigsten neu-rechten Verlage und Zeitungen, das Institut für Staatspolitik, die Identitäre Bewegung oder der Dachverband „Deutsche Burschen­schaft“, zu dem auch die Burschenschaftler von der „Rhenania Salingia zu Düsseldorf“ gehören. Das Begleitprogramm wirbt u. a. mit Präsentationen von Kubitschek und Menzel, aber auch für Vermittlungs- und Werbearbeit der AfD ist ein Programmpunkt vorgesehen. Für alle Akteure dieser Szene – in der Mehrzahl ein männerbündischer Klüngel – gilt: Sie pflegen ein von ihnen als „traditionell“ oder „konservativ“ bezeichnetes, zutiefst reaktionäres Menschenbild. Sie hetzen gegen Musliminnen und Muslime, propagieren ein rechts-konservatives Familienbild und verkaufen ihre antifeministischen, homo- und transphoben Haltungen als Rückbezug auf „traditionelle“ Geschlechterrollenbilder. Dabei beziehen sie sich auf „urdeutsche Werte“ und konstruieren ein Geschichtsbild deutscher Hochkultur. Als akademisch orientierter Flügel der extremen Rechten vermeiden sie dabei aus strategischen Gründen direkte Bezüge auf den diskreditierten historischen Nationalsozialismus – ihre Publikationen etwa zu den „Helden“ des deutschen Militarismus von Ernst Jünger bis Claus Schenk Graf von Stauffenberg sprechen dabei zwischen den Zeilen aber eine deutliche Sprache: Am deutschen Wesen soll die Welt genesen. Rassismus, Sexismus, Nationalismus und Militarismus sind die Klammern, die ihre Positionen zu­sammen­führen.

Dank kraftvoller Interventionen eines breiten Bündnisses von Antifaschist_innen konnten die vergangenen „Zwischentage“ in Berlin empfindlich gestört, ihre Akteure stigmatisiert und ihre deutschtümelnden und rassistischen und sexistischen Inhalte klar benannt werden. Durch diesen Druck von der Straße, der auch von der regionalen und überregionalen Presse aufgegriffen wurde, ist der ursprüngliche Veranstaltungsort Berlin für den „Zwischentag“ zum unbequemen Pflaster geworden. Die Veranstalter erhoffen sich nun, auch Dank der Unterstützung lokaler Strukturen, wie etwa der Düsseldorfer Burschenschaft „Rhenania“, am Rhein ein gemütlicheres und ungestörteres Stelldichein. Diesen Plan der (extrem) rechten Schreibtischtäter wollen wir, Antifaschistinnen und Antifaschisten aus Düsseldorf und Um­gebung ihnen konsequent verhageln. Es wird keinen ungestörten „Zwischentag“ in Düsseldorf geben!

Wie die lokale Presse berichtete, ist es den Organisatoren der rechten „Messe“ bisher schwer gefallen, ein geeignetes Tagungshotel zu finden, wo sie sich als „Buchmesse“ verkleidet hätten einbuchen können. Ein Hotel in der Düsseldorfer Innenstadt hat den „Zwischentag“ bereits wieder ausgeladen, als bekannt wurde, wer sich da in seine Räumlich­keiten eingemietet hatte. Die Veranstalter geben nun an, einen Ersatz gefunden zu haben. Doch klar ist: Wir wissen, wo sie ihre Büchertische aufklappen und Reden schwingen wollen. So rufen wir auf zum Protest gegen die rechts-intellektuelle „Messe“ und ihre Veranstalter. Lautstark und deutlich werden wir den Neuen Rechten entgegentreten. Denn weder hier noch sonstwo ist Platz für Rassismus, Sexismus, Homophobie, Militarismus und Nationalismus – auch nicht, wo sie nicht prügelnd, sondern „intellektuell“ auftreten.
Lasst uns gemeinsam den Neuen Rechten in ihre rechts-intellektuelle Suppe spucken. „Zwischentag“, wir sehen uns!

Antifaschistinnen und Antifaschisten aus Düsseldorf

Aktuelle Informationen zu den Aktionen am 6.9.2014 sind auf der Homepage
www.antifa-duesseldorf.de zu finden – haltet die Augen und Ohren offen!

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Nazikundgebung in Dortmund am 23.08. verhindern!

BlockaDo
Aus Düsseldorf fahren wir am Samstag, 23.08. gemeinsam nach Dortmund um uns an den Aktionen von BlockaDo zu beteiligen und die Nazikundgebung zu verhindern.

Treffpunkt: 11.40 Ufa Kino/HBF

Die Partei “Die Rechte” ruft für Samstag, den 23. August zu einer Kundgebung an den Katharinentreppen auf. Vorgeblicher Anlass für die Kundgebung ist der zweite Jahrestag des Verbotes des “Nationalen Widerstand Dortmund” (NWDO) durch das nordrhein-westfälische Innenministerium. Zeitgleich zur Nazikundgebung findet rund um die Reinoldikirche der jährliche Christopher-Street-Day (CSD) statt.

BlockaDO-Sprecherin Iris Bernert-Leushacke erklärt dazu: “Es ist unerträglich, dass die Nazis während des CSD zeitgleich in der Innenstadt hetzen wollen. Schwule und Lesben wurden von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet. Wir solidarisieren uns mit dem CSD und werden dafür sorgen, dass die Nazi-Hetze kein Gehör findet.” Und Stefan Michalis, Pressesprecher von BlockaDO, fügte hinzu: “Wenn Nazis zwei Jahre nach dem Verbot des sogenannten Nationalen Widerstandes gegen eben dieses Verbot demonstrieren wollen, zeigen sie damit deutlich, welche Wurzeln “Die Rechte” hat.”

Das BlockaDO-Bündnis ruft für den 23. August dazu auf, die Katharinentreppen frühzeitig zu besetzen, um eine Nazikundgebung am Eingangstor der Stadt unmöglich zu machen. Stefan Michaelis: “Wir werden uns den Platz nehmen und dort für eine bunte Stadt demonstrieren.” “Es ist unerträglich, wenn zeitgleich der CSD stattfindet und die Anreise der Teilnehmer durch die Kundgebung massiv behindert wird.”, so Iris Bernert-Leushacke weiter. “Als Bündnis BlockaDO werden wir eine solche Provokation nicht unbeantwortet lassen.”

Diese Kundgebung ist nicht die erste Provokation der “Rechten” gegen den Christopher-Street-Day. Im August 2009 attackierte NPD-Ratsherr Axel Thieme einen CSD-Besucher am Hauptbahnhof, Thieme schlug zu und gab dem CSD-Besucher einen Kopfstoß, daraufhin wurde er zu einer Geldstraße in Höhe von 1200 € verurteilt. Heute bildet Thieme mit Dennis Giemsch, dem Anführer der Partei “Die Rechte” eine Gruppe im Rat der Stadt Dortmund.

BlockaDO – Gemeinsam gegen Nazis

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Die Rojava-Revolution im Norden Syriens

Am 11.07.2014 um 20:00 im Linken Zentrum “Hinterhof”, Corneliusstraße 108, 40225 Düsseldorf

Basisdemokratie inmitten des Syrienkrieges
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Als der Aufstand und kurze Zeit später der mörderische Krieg in Syrien begann, entschieden sich die KurdInnen für einen dritten Weg. Im Norden des Staates Syriens bzw. in Westkurdistan (Rojava) bauten sie erst in allen Orten Rätestrukturen und Selbtverteidigungskräfte auf. Als der Krieg sie erreichte, befreiten sie ab 2012 ihre Regionen von den Truppen Assads. Genauso halten sie Distanz zur bewaffneten islamistisch-nationalistischen Opposition.
Seitdem wird die Gesellschaft in radikal-demokratischer Weise neu strukturiert. Heute hat fast jeder Strassenzug und jedes Dorf seine Kommune, die das politische, soziale und kulturelle Leben in kollektiver Art organisiert. Die Frauen sind bei der darauf aufbauenden Rätestruktur ganz vorne mit dabei. Anfang 2014 haben sie gemeinsam mit den zahlreichen ethnischen und Religionsgruppen in den drei Regionen von Rojava Cizîre, Kobanî und Efrin die „Demokratische Autonomie“ ausgerufen. Jedoch ignorieren alle Staaten bewusst die demokratischste Region Syriens.

Wie funktioniert das politische, soziale und wirtschaftliche Leben heute in Rojava? Welche Herausforderungen gibt es beim Aufbauprozess; auch angesichts der Angriffe von ISIS und anderer Kräfte und des Embargos durch die Türkei, den ISIS und die kurdische Regionalregierung im Nordirak? Welche politische Perspektive steckt hinter der Selbstverwaltung fern von Nationalstaat und Patriarchat? Welche positiven Folgen kann Rojava auf Syrien und den Mittleren Osten haben? Welche Auswirkungen haben die neuesten ISIS Eroberungen im Irak auf Rojava?

Ercan Ayboga von der Delegation der Kampagne „TATORT Kurdistan“, die in Rojava die selbstorganisierten Strukturen in Rojava im Mai 2014 besuchte, berichtet von den Verhältnissen und Entwicklungen rund um Rojava.
Eine Veranstaltung von see red! Interventionistische Linke Düsseldorf, Ceni kurdisches Frauenbüro für Frieden und BHoA

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