Auf nach Solingen – das Problem heißt Rassismus!

All jene, die sich mit Grauen an die Brandanschläge der 1990er Jahre erinnern, die angesichts der Hinrichtungen durch den NSU Entsetzen empfinden und denen sich angesichts des alltäglichen Rassismus der Magen umdreht: Wir alle sind gefragt!

Auch wir mobilisieren natürlich zu den Antifademonstrationen anlässlich des Brandanschlags in Solingen.

25.05. Bundesweite Demonstration „Das Problem heißt Rassismus“ 13 Uhr, Solingen Südpark (Bf Mitte)
Gemeinsame Anreise aus Düsseldorf:
Treffpunkt 11.40 Ufa-Palast/ HBF

29.05. 20. Jahrestag des Brandanschlags – Gedenkveranstaltung
19 Uhr Kundgebung am Rathausplatz
19.30 Uhr Demonstration zum Anschlagsort
Gemeinsame Anreise aus Düsseldorf:
Treffpunkt 17.45 Uhr Ufa-Palast/ HBF

Veranstaltungen in Düsseldorf:

13.05. Mobilisierung und letzte Informationen
zum Gedenken des Brandanschlages 1993 in Solingen:
19:30 Uhr Linkes Zentrum Hinterhof, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

15.05. Der Solinger Brandanschlag 1993
Hintergründe der Tat, Reaktionen und Umgang damit – ein Überblick 20 Jahre danach
18:30 Uhr, Universität Düsseldorf, Raum: 23.21.U1.42
Die Veranstaltung wird einen Überblick über die Geschehnisse geben und vor allem klären:
Wer waren die Täter und vor welchem Hintergrund wurde der Anschlag verübt? Wie waren die Reaktionen auf den Anschlag und welchen Verlauf nahm der Strafprozess vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht? Und nicht zuletzt: Welche Rolle spielte der Verfassungsschutz, der an zentraler Stelle der Solinger Neonaziszene einen V-Mann platziert hatte?

Weitere Informationen und die Aufrufe findet ihr auf der Seite des Bündnisses unter solingen93.org

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Am 1. Mai nach Dortmund – Gegen Nazis und Arbeit

Für Menschen die am 1. Mai von Düsseldorf nach Dortmund bieten wir um 8:40 vor dem UFA Palast einen Treffpunkt an. Wir sehen uns!

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Women in Punk – from 77 to Riot Grrl

22.5. 20:00 Linkes Zentrum Hinterhof, Corneliusstraße 108, Düsseldorf.

Wir wollen zwei Dokumentationen zeigen, welche Frauen und feministische Ideen in der Punksubkultur dokumentieren. Zunächst geht es mit Zillah Minx von der Anarcho/gothpunkband Rubella Ballet und ihrem Film “She’s a Punk Rocker UK” in die 70er. Dabei gibt es neben historischen Aufnahmen zeitgenössische Interviews mit den Protagnostinnen aus Bands wie z.B. Crass, X-Ray Spex, Youth in Asia oder The Adverts.

Danach machen wir mit “Don’t need you – The herstory of Riot Grrl” einen Sprung in die 90er und in die USA. Hier traf eine von Männern dominierte Hardcoreszene auf feministische Kritikerinnen, welche begannen ihre eigene Szene jenseits der etablierten sexistischen Strukturen aufzubauen. Der Schockeffekt von Punk und Hardcore ist in den 90ern längst vorbei, doch der subversive Gehalt wurde durch eine Verschmelzung mit Third-wave feminism nochmals aktualisiert. Zu Wort kommen u.a. Bikini Kill, Bratmobile und Heavens to Betsy.

Im Anschluss möchten wir gerne mit euch diskutieren ob “Punk tot ist” (Crass, 1978) oder es doch noch Hoffnung in eine subversive Jugendbewegung geben kann? Wieso hat sich dann auch nach Riot Grrl kaum etwas an der Genderkonstellation auf Punkkonzerten geändert? Oder hat Feminismus inzwischen einfach nur andere Ausdrucksformen und Orte gefunden? Welche Rolle spielt Subkultur überhaupt in einer radikalen Linken, welche sich die Befreiung aller Menschen auf die Fahnen geschrieben hat und nicht nur die jener Menschen, welche die richtigen Songs mitsingen können? Wenn das alles nicht wichtig ist, warum ist Punk oder Hardcore dann so ein wichtiger Teil in der Biographie vieler Linker?

Die Filme sind beide auf Englisch, wir werden uns um Untertitel bemühen, können aber nichts versprechen.

Eine Veranstaltung von Brigada Hora Azul und BecomingQueer

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Mobiveranstaltung zum 1. Mai in Dortmund

Am 22.4. um 19:00 im Linken Zentrum “Hinterhof”

Im August 2012 verbot das Ministerium für Inneres und Kommunales die Neonazi-Gruppen „Kameradschaft Hamm“, „Nationaler Widerstand Dortmund“ und „Kameradschaft Aachener Land“. Die Polizei ging gegen drei der aktivsten Neonazi-Kameradschaften vor und beschlagnahmte Propaganda-Material, Waffen sowie Infrastruktur. Die Neonazis durften ihre Aktivitäten nicht länger fortführen.

Doch die Szene reagierte zügig und schuf sich mit der Gründung eines Landes- und diverser Kreisverbände der Partei „Die Rechte“ bereits einen Monat später eine Ersatzorganisation. Die Neonazis hoffen, dass sie der Parteienstatus vor einem erneuten Verbot schützt und sie ungestört ihre Aktivitäten fortsetzen können. Mit einer gewissen Selbstsicherheit machen sie weiter, als wären die Verbote nicht erlassen worden.

Seit dem Frühjahr 2013 tritt „Die Rechte“ mit kleineren Kundgebungen und Demonstrationen öffentlich in Aktion. Nun soll mit einer Demonstration am 1. Mai in Dortmund die erste größere Aktion seit der Reorganisation stattfinden. Seit Wochen rühren die Dortmunder Neonazis um Dennis Giemsch und Michael Brück auch über NRW hinaus für den Event. Wie auch beim Aufmarsch am 1. Mai 2007 rufen antifaschistische Gruppen dazu auf, den Nazis entschlossenen Widerstand entgegen zu setzen.

Der Vortrag bietet einen Überblick über die Strukturen und Netzwerke der Neonazis in NRW und nimmt eine Einordnung der Partei „Die Rechte“ und ihrer aktuellen Aktionsfelder vor. Zudem gibt es Informationen zu den antifaschistischen Demonstrationen und Aktionen am 1. Mai in Dortmund.

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Auf nach München!

Es gibt noch Tickets für den Bus zur Demo anlässlich des NSU Prozesses. Heute Abend im Linken Zentrum Hinterhof und morgen zu den üblichen Öffnungszeiten im BiBaBuze.

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Solidarität mit den radikalen ArbeiterInnen und Studierenden in Sussex!

Proteste in ChileIn den letzten Jahren wehte den neoliberalen BildungsreformerInnen ein rauer Wind entgegen. In Chile strömten tausende Studierende auf die Straßen und suchten die Auseinandersetzung mit der Polizei und den Institutionen der organisierten Verdummung. Obwohl parteikommunistische BürokratInnen Teile der Kämpfe rekuperierten, waren unzählige junge AnarchistInnen und LinkskommunistInnen nicht bereit, sich mit Scheinlösungen abzufinden. Wenn die Kämpfe in ihrem vordergründigen Ziel auch scheiterten, konnte wer darauf achtete, an ihnen die Beobachtung eines ernstzunehmenden revolutionären Aufbegehrens machen.

Tory Turm wurde dekoriert...Gleichzeitig brachen die Studierendenproteste in England los. Die neugewählte liberal-konservative Koalition entschied sich, in einer Neuregelung der Studiengebührenordnung die Gebühren faktisch zu verdreifachen. Gewerkschaften, CargokommunistInnen und revolutionäre Studierende stießen Proteste an, aus denen heraus nicht nur die Bildungsreformen, sondern auch Staat und Kapital ins Visier genommen wurden. Heute ist die Erinnerung an die Besetzung der konservativen Parteizentrale genauso präsent, wie die schon wieder aufs Neue gemachte Erfahrung, was von Gewerkschaften und Parteien zu halten ist. Das sozialdemokratische Pack entblödete sich in gewohnter Manier nicht, sich von der Zerstörung von Eigentum und anderen vermeintlich gewalttätigen Unternehmungen zu distanzieren. Ebenso erfüllte die Polizei ihre angedachte Rolle über Gebühr und antwortete auf die neuen radikalen Erhebungen mit brutaler Repression und beförderte AktivistInnen ins Krankenhaus und ins Gefängnis.

Gut aussehende Genoss*innen in SussexZurück ins Jetzt: Die britische Universitäten sind in die Leblosigkeit zurückgefallen. Aber nachdem die Uni Sussex im Zuge von Privatisierungsmaßnahmen 235 Angestellte entließ, entschieden sich Studierende und Arbeiterinnen der Totenstille ein Ende zu machen. Im Anschluss an eine Demo gegen die Privatisierung wurde der Konferenzsaal der Uni besetzt und mittels selbst-organisierten Programms erstmals einem sinnvollen Zweck zugeführt. Leitsprüche wie „Die Universität ist eine Fabrik – schließt sie“ zeigen, dass die AktivistInnen das Angriffsziel richtig in der kapitalistischen Universität selbst erkannt haben. So offensichtlich das Ende der bürgerliche Universität überfällig ist, so wenig lässt sich aus einem idealisierenden Rückgriff auf eine vermeintlich bessere Vergangenheit oder einem durch das Spektakel verstellten Vorgriff in die Zukunft eine bessere Alternative aus dem Nichts entwerfen. Umso erfreulicher sind die neue Respektlosigkeit und der Wille zum Experiment. Bullen und Universitätsleitung waren so natürlich hektisch bemüht dem Ganzen ein Ende zu machen und zwangen die BesetzerInnen schließlich das Gebäude zu verlassen.Nuanced critique of Sussex management

Lasst das nicht schon das Ende dieses Aufstandes sein!

Unterstützt die radikalen ArbeiterInnen und Studierenden von Sussex!

Weitere Infos (in englischer Sprache) findet ihr auf den Seiten von Sussex Against Privatization, libcom und der Solidarity Federation

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Veranstaltungstipp

Am 9.4.2013 wird Paul Wellsow im Linken Zentrum in Düsseldorf über das Treiben des NSU und die Rolle, die der Staat dabei gespielt hat, sprechen.
Weiteres unter:
ifuriosi.org

Auf der Veranstaltung wird es auch Tickets für den Bus zum NSU Prozess geben. Wer sich schon vorher einen Platz sichern möchte kann im BiBaBuze für 25€ ein Ticket erwerben.

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Neonazis wollen eine Kundgebungstour in NRW und am kommenden Samstag eine Demonstration in Düsseldorf durchführen

Auch wir unterstützen den Aufruf des Bündnisses “Keinen Meter den Nazis”. Kommt am Samstag nach Düsseldorf und beteiligt euch an den Gegenaktionen!

Und nicht vergessen übermorgen, 10:30 Lacombletstraße, Pro NRW die Tour vermasseln!

Keinen Meter den Nazis!

Militante Neonazis um die verbotenen Gruppierungen “Kameradschaft
Aachener Land”, “Nationaler Widerstand Dortmund” und “Kameradschaft
Hamm”, die neuerdings unter dem Label “die Rechte” auftreten, wollen
bereits am kommenden Samstag, dem 16.3., in NRW ihre rassistische und
nationalistische Hetze verbreiten. Bisher bekannt geworden sind zwei
Kundgebungen in Aachen und Mönchengladbach sowie eine Kundgebung mit
anschließender Demonstration in Düsseldorf. Anlass und Motto sind ein
Verfahren gegen Mitglieder des neonazistische “Aktionsbüro Mittelrhein”
u.a. wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung.

Wir, das Antifaschistische Bündnis “Keinen Meter den Nazis”, bestehend
aus linken Initiativen und Organisationen, antifaschistischen Gruppen
und der VVN-BdA, rufen dazu auf, sich den Nazis entschlossen, gemeinsam
und solidarisch in den Weg zu stellen und ihre rassistische Hetze zu
unterbinden!

Nicht erst nach dem Bekanntwerden der Morde des Nationalsozialistischen
Untergrunds ist es nicht akzeptabel, wenn militante Neonazis aus genau
diesem Spektrum in Düsseldorf oder sonst wo demonstrieren!

Kommt zur antifaschistischen Demonstration am Samstag, 16.3., 13:00 Uhr,
HBF Düsseldorf (Ufa-Kino)!
Stellen wir uns den Nazis gemeinsam in den Weg!

Achtet auf weitere Ankündigungen!

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Pro NRW vertreiben! Solidarität mit allen Flüchtlingen!

“Pro NRW” plant Kundgebung in Düsseldorf gegen “Asylbetrug”

pronrwGegen einen angeblich “massenhaften Asylmissbrauch und Asylbetrug” will am Donnerstag, 14. März 2013 die extrem rechte Partei “Bürgerbewegung pro NRW” (pro NRW) mittels einer “Kundgebungsserie vor Brennpunkten des Asylmissbrauchs” mobil machen. Die Aktionen seien Teil einer “bahnbrechenden Volksinitiative”, mit der der nordrhein-westfälische Landtag “von der Bevölkerung gesetzlich dazu gezwungen werden” soll, “das Thema Asylmissbrauch und konkrete Lösungsvorschläge zu behandeln”, so “pro NRW”. Als Ort für ihre Düsseldorfer Kundgebung hat sich die selbsternannte “Bürgerbewegung” das leerstehende städtische Studienhaus auf der Lacombletstr.9 ausgesucht, das als Notunterkunft für Asylsuchende zur Verfügung steht, in dem bisher aber nur kurzzeitig Flüchtlinge untergebracht wurden.

Unter dem Motto “Solidarität mit allen Flüchtlingen! Pro NRW vertreiben!” rufen STAY!, antifaschistische Gruppen aus Düsseldorf, der AStA der FH Düsseldorf und die TERZ zu Gegenprotesten auf, weitere Gruppierungen haben bereits Unterstützung signalisiert. Für den 14. März, 10:30 Uhr, wurde eine Gegenkundgebung vor der Notunterkunft für Asylsuchende auf der Lacombletstraße angemeldet.

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Gegen Naziterror, staatlichen und alltäglichen Rassismus! Am 13.4. nach München!

Auch wir mobilisieren zur antifaschistischen Demonstration anlässlich des NSU Prozesses in München. Es wird auch einen Bus aus Düsseldorf geben, nähere Infos hierzu reichen wir in kürze nach.

Die Morde des NSU haben uns schockiert, passiert ist seitdem – leider auch aus der Radikalen Linken – wenig. Die Demo in München kann auch nur der Anfang einer linken Aufarbeitung des NSU, welche endlich die Ermordeten würdig erinnert und den Forderungen der Überlebenden Gehör verschafft. Durchaus auch selbstkritisch geben wir hierzu folgendes Zitat aus einem Text von Nina Hund aus der Phase2 #44 wieder:

Der Blick über den Antifa-/»Szene«-Tellerrand, der Austausch von Erfahrungen und die Reflexion von Privilegien sind Wege zu einem besseren Verständnis gesellschaftlicher Ordnungs- und Ausgrenzungsmechanismen hin zu einer politischen Praxis, die inmitten und trotz realer Macht- und Deutungsunterschiede der Protagonist_innen gemeinsames Handeln zum Ziel hat, ohne diese Unterschiede zu reproduzieren. Die politische Auseinandersetzung um den NSU, um Nazis und Staat, alltäglichen und institutionellen Rassismus ist nicht zu Ende. Für ein antifaschistisches Einlenken, das gemeinsam mit den Überlebenden und anderen, die sich zu Wort melden, das deutsche Schweigen durchbricht, ist es nicht zu spät.

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